Zweimal Weltmeisterschaft zum Abschluss der Saison

Zum Abschluss einer langen und erfolgreichen Saison standen noch die eigentlichen Saisonhöhepunkte für 2015 an.

 

Ende September ging es zur ITU Cross -Weltmeisterschaft nach Sardinien und genau fünf Wochen später hieß es noch einmal fit sein für das Finale der Xterra Worldtour auf Maui.

Nachdem die ITU WM relativ kurzfristig von Ende Mai auf Ende September verschoben wurde, war es schwierig die Leistungsfähigkeit über die lange Saison, die schon Anfang Mai begann, aufrecht zu halten. Die Schwimmform schien zu passen, auf dem Rad war Druck da, nur bezüglich des Laufens fühlte ich mich unsicher.

So kam ich mit der ersten großen Gruppe aus dem Wasser und hatte dann viel Spaß auf der sandigen und anspruchsvollen Radstrecke.

 

Der Sand machte mir dann beim Laufen leider etwas zu schaffen und ich konnte meine gute Platzierung vom Radfahren nicht ganz halten. Am Ende landete ich auf dem 7. Platz der U23 Elite mit dem ich durchaus zufrieden war.

Leider wurde ich in der darauffolgenden Woche krank und konnte zwei Wochen nicht so trainieren wie ich mir das vorstellte.

 

In den anschließenden zwei Wochen versuchte ich dann trotzdem nochmal an meiner Laufform zu arbeiten und die Beine ein letztes Mal zu mobilisieren.

 

 

Sieben Tage vor dem Rennen ging es mit meinem Bruder, der mich begleitete per Flugzeug nach Kapalui auf Maui. Auf der Fahrt zum Hotel fanden wir gleich den richtigen Radiosender, welcher uns passend zum Sonnenuntergang mit Reggaemusik auf der Insel willkommen hieß.

Die Woche vor dem Wettkampf verbrachte ich mit kurzen und hauptsächlich lockeren Trainingseinheiten. Beim Schwimmen wurden mehr die Fische beobachtet als die Züge gezählt. Die Laufeinheiten führten entlang der Küste, vorbei an Einheimischen, die Barbecue am Strand machten. Auf dem Rad wurde die weitläufigere Umgebung erkundet.

 

Am Strand wo der Start erfolgen sollte waren die Wellen vier Tage vor dem Rennen noch jenseits der vier Meter und es machte ein riesen Spaß, Bodysurfen zu lernen um im Wettkampf die entscheidenden Sekunden zu sparen.

Als wir dann endlich mit dem Rad auch auf die Wettkampfstrecke durften, saß der Schock tief. Die Strecke war noch nass vom Vortag und damit kaum befahrbar, die Konsistenz des Bodens glich der von Erdnussbutter, beim Laufen das gleiche Spiel.

Und so zog ich aufs Hinterrad besser einen neuen Mantel mit mehr Grip auf und besorgte mir noch schnell Laufschuhe mit angemessenem Profil.

 

 

Zum Wettkampftag nahmen die Wellen dann leider stark ab, die Rad- und Laufstrecken trockneten und versprachen ein schnelles Rennen.

Zum Rennen: Schwimmen war im klaren Wasser ein super Spaß und ich kam wie ich erwartete weit vorne aus dem Wasser. Wechsel lief super und dann ging es gut auf dem Rad voran. Die anstrengende aber „flowing“ Lower Bowl-Passage war schnell gemeistert und es ging hoch zum höchsten Punkt. In der Abfahrt bemerkte ich dann leider, dass mein Vorderrad Luft verlor, die ich aber nach kurzem Stop mit einer Gaskartusche nachfüllen konnte. Ca. 5km später war der Reifen dann aber wieder leer und mir blieb ohne weiteres Werkzeug nichts Anderes übrig als zu laufen. Nachdem mich gefühlt hunderte Fahrer überholten, bekam ich von meinem deutschen Mitstreiter Stefan eine weitere Kartusche geliehen, sodass ich das Rennen wieder fahrend fortsetzen konnte.

Leider hatte ich beim Laufen noch mehr Pech. Nach einer langen Saison war die Luft einfach raus und verlor einen Platz nach dem anderen.

 

Als 8. in der AK 20 war ich dann mit meiner Platzierung mehr als unzufrieden, hatte ich mir doch nach den Rennen auf Sardinien, in Zittau und am Schluchsee einen Podiumsplatz ausgerechnet.

 

 

 

Trotz oder gerade deswegen werde ich zurückkommen und bringe die Erfahrung dieses Rennens mit, ausgeruhter und erholter auf Hawaii zu starten. Für mich gilt es daher, mich noch intensiver auf dieses anspruchsvolle Rennen vorzubereiten. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Michael (Samstag, 09 Januar 2016 18:30)

    Wir werden 2016 wieder fest die Daumen drücken.